Stellen Sie Ihre emotionale Landschaft wie ein Terrain mit Gipfeln, Tälern und Flussläufen dar. Intensität, Dauer und Auslöser erhalten Farben, Linien und Symbole. So erkennt Ihr Blick, wofür Worte manchmal fehlen.
Wurzeln in Praxis und Forschung
Emo‑Mapping verbindet Elemente aus Journaling, Achtsamkeit und Emotionsregulation. Indem Sie Körperempfindungen, Gedanken und Kontexte notieren, entsteht ein ganzheitliches Bild, das Entscheidungen erleichtert und innere Orientierung schenkt.
Warum Annehmen stärker ist als Kämpfen
Annehmen bedeutet nicht, alles gutzuheißen, sondern präsent zu bleiben. Wenn Sie Gefühle neugierig kartieren, verlieren sie ihre bedrohliche Größe und werden zu Hinweisen, die Ihnen ehrlich den nächsten Schritt zeigen.
Erste Schritte: Deine erste Gefühlskarte
Nehmen Sie Papier, Stifte oder ein digitales Whiteboard. Legen Sie eine ruhige Zeit fest, fünf bis zehn Minuten reichen. Ein Atemzug am Anfang hilft, vom Denken ins Fühlen zu wechseln und ehrlich zu notieren.
Erste Schritte: Deine erste Gefühlskarte
Wählen Sie drei bis fünf Gefühle des Tages. Markieren Sie Intensität, Ort im Körper und Auslöser. Notieren Sie ein Bedürfnis, das dahinterliegt. Kleine Pfeile zeigen, was verstärkt oder beruhigt hat.
Muster erkennen und verstehen
Markieren Sie Situationen, die Stress auslösen, und Orte, Personen oder Tätigkeiten, die beruhigen. So entsteht ein Kompass, der Ihnen schnelle Orientierung gibt, wenn die Wellen hochschlagen und Klarheit rar ist.
Notieren Sie drei Begriffe für Stimmung, Körpergefühl und Bedürfnis. Ein Symbol für Hoffnung, ein Symbol für Sorge. Dadurch starten Sie ausgerichtet und erkennen früh, was heute wirklich zählt.
Emo‑Mapping im Alltag verankern
Vor einem Meeting zwei Atemzüge, ein Blick auf Ihre Karte: Welche Grenze braucht Schutz, welches Bedürfnis eine Stimme? Diese 60 Sekunden ersparen oft Missverständnisse und stärken respektvolle Zusammenarbeit.
Selbstmitgefühl und gesunde Grenzen
Ersetzen Sie harte Selbstkritik durch unterstützende Sprache. Schreiben Sie Sätze, die Sie einem Freund sagen würden. Ihre Karte wird weicher, und Veränderung geschieht aus Verbundenheit statt Druck.
Selbstmitgefühl und gesunde Grenzen
Kennzeichnen Sie Situationen, die Ihre Energie leeren. Notieren Sie eine konkrete Grenze in einem vollständigen Satz. Üben Sie sie laut, damit sie im Ernstfall leichter über die Lippen kommt und Halt gibt.
Kreative Karten: Symbole, Metaphern, Farben
Definieren Sie Symbole für Freude, Wut, Trauer, Scham, Stolz und Ruhe. Legen Sie Farben für Intensität fest. Eine klare Legende macht Ihre Karten vergleichbar und Wachstum im Rückblick deutlich sichtbar.
Kreative Karten: Symbole, Metaphern, Farben
Nutzen Sie Bilder, die Sie wirklich berühren: Wetter, Ozean, Stadtplan, Garten. Metaphern schaffen Erinnerungsanker, an die Ihr Körper schneller andocken kann, wenn Worte stocken und Gefühle unübersichtlich wirken.